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Oct
09

Mit Ihren Spenden konnten wir diesen Kindern und Familien helfen

Jhuma’s Geschichte

Jhuma ist ein 12 jähriges Mädchen, das beide Eltern durch Tuberkulose verloren hat. Ihre Familie war sehr arm, ihr Vater schlug Jhuma und ihre fünf Schwestern regelmäßig. Die Mädchen haben keine nahen Verwandten mehr. Einer der Nachbarn schickte Jhuma zu seinem Schwiegersohn, um dort als Dienstmädchen zu arbeiten. Jhumas Schwester Rupa (die von der Hope Foundation betreut wird) berichtete, dass Jhuma körperlich und emotional missbraucht wird und nicht mehr zur Schule gehen darf.

Als wir das erste Mal mit ihr sprachen, sagte Jhuma sie sei glücklich und würde zur Schule gehen. Aber einige Wochen später lief sie plötzlich davon. Glücklicherweise informierte ein Wachmann des Shree Krishna Pflegeheimes die Hope Foundation und die Hausmutter holte sie ab und brachte sie in ein Hope Kinderheim.

Jhuma lächelt und ist sehr hilfsbereit. Sie verträgt sich gut mit den anderen Kindern im Heim. Sie ist nicht sehr gesprächig, aber sie kommuniziert und wirkt intelligent. Endlich kann Jhuma Kind sein und darf wieder zur Schule gehen.

Tampai’s Geschichte

Tampai ist neun Jahre alt. Sie konnte sich nicht an die Namen ihrer Eltern erinnern, als sie zur Hope Foundation kam. Allmählich begann sie zu reden. Tampais Erzählungen zufolge beging ihre Mutter Selbstmord, indem sie sich vergiftete. Die Beziehung zwischen ihren Eltern war nicht gut und ihr Vater schlug ihre Mutter oft. Sie sagte auch, dass ihr Vater ihr Haus in Brand setzte und dann verschwand. Danach heiratete er wieder und Tampai wurde von ihrer Stiefmutter misshandelt. Sie hat einen älteren Bruder und zwei ältere Schwestern. Außerdem hatte sie einen jüngeren Bruder, der bei einem Verkehrsunfall starb und neben ihrer Mutter beigesetzt wurde.

Tampai lief von zu Hause weg und kam zum größten Bahnhof Kolkatas, der Howrah Station. Dort wurde sie von einem Mann angesprochen, der ihr versprach sie würde bei ihm wie im Märchen leben. Er würde ihr gutes Essen und Kleider geben, wenn sie mit ihm ginge. Sie glaubte ihm und wurde in das Haus eines reichen Mannes gebracht, um dort als Magd zu arbeiten. Anfangs kümmerte man sich um Tampai. Sie bekam gutes Essen und Kleidung. Aber im Laufe der Zeit wurde sie immer schlechter behandelt: Sie wurde gezwungen hart zu arbeiten. Eines Tages war sie sehr krank und niemand kümmerte sich um sie, sie bekam nichts mehr zu essen.

Daraufhin rannte sie fort, zurück zur Howrah Station. Sie traf eine Frau, die für sie sorgte, allerdings musste Tampai im Gegenzug Tampai betteln. Tampai wurde in dieser Zeit auf dem Bahnhof einige Male sexuell missbraucht.

Das Kinderschutzteam von Hope Kolkata entdeckte Tampai mitten in der Nacht außerhalb der Howrah Station, als sie gerade von einer Gruppe von Jungen missbraucht wurde. Sie hatte kaum Kleidung an und sie hatte an diesem Tag noch nichts gegessen.

Tampai wurde in eines der Kinderheime der Hope Foundation gebracht. Hier hat sie ein Zuhause gefunden und fühlt sich endlich sicher. Sie bekommt drei Mahlzeiten täglich und medizinische Versorgung. Tampai ist ein unschuldiges Mädchen und lächelt viel. Sie liebt es zu spielen und versteht sich gut mit den anderen Mädchen im Heim.

Ash’s Geschichte

Ash ist ein 11 jähriges Mädchen. Ihr Vater verließ die Familie, als Ash ein Baby war. Ihre Mutter nahm sie jeden Tag mit zur Arbeit. Nachts schliefen sie auf dem Bahnhof Sealdha Station. Als Ash 10 Jahre alt war, heiratete ihre Mutter und schickte sie in ein Internat. Nach sieben Monaten verließ Ash das Internat und kehrte zurück zum Bahnhof, zu ihrer Mutter und ihrem Stiefvater.

Sie mieteten ein Zimmer, wo sie nachts schliefen. Manchmal ließ Ashs Mutter sie nachts auf der Straße schlafen und ging mit ihrem Stiefvater allein nach Hause. Ash blieb schutzlos und allein auf dem Bürgersteig zurück, wo sie die Nacht verbrachte. Niemand sorgte dafür, dass Ash in die Schule ging. Sie verbrachte ganze Tage allein auf der Straße, aß nicht vernünftig und lebte gefährlich.

Inzwischen lebt Ash in einem Hope Heim für Mädchen. Sie lacht viel und liebt es, mit anderen Kindern zu spielen. Sie bekommt Unterstützung beim Lernen und holt den verpassten Unterrichtsstoff nach. Im Hope-Heim, fühlt sie sich sicher und ist sehr glücklich bald wieder in die Schule gehen zu können.

Die Geschichte einer Familie

Ruksana und ihre beiden Kinder, die 7-jährige Guriya und der 4-jährigen Rukmaan, wurden 2007 vom Sealdah Bahnhof gerettet. Ruksana war sehr verstört und nicht in der Lage zu sprechen. Sie war traumatisiert und verzweifelt. Die siebenjährige Guriya kümmerte sich um ihre Mutter und ihren kleinen Bruder. Sie hatten schon lange nichts mehr gegessen, ihre Kleider waren schäbig und sie hatten Angst.

Sie wurden vom mobilen 24-Stunden Kinderschutz-Team der Hope Foundation in einem Krankenwagen in das Panditya Heim für Mädchen gebracht. Ein paar Tage darauf wurde Ruksana in die psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses eingewiesen und ihre Kinder wurden von der Hope Foundation betreut.

Als Ruksana aus dem Krankenhaus kam, brachten wie sie zu ihren Kindern und versuchten herauszufinden, was mit ihnen geschehen war. Sie hatten in einem kleinen Dorf an der indisch-nepalesischen Grenze gelebt. Der Vater hatte sie verlassen und eine andere Frau geheiratet. Er hatte Ruksana geschlagen, woraufhin sie mit ihren Kindern weglief.

Zuerst waren sie nach Delhi gegangen, wo sie auf dem Bahnhof lebten, wo sie missbraucht wurden. Ruksana arbeitete als Hilfsarbeiterin und wurde sehr schlecht behandelt. Schließlich gingen sie nach Kolkata. Als Ruksana anfing, mit uns zu sprechen, war sie sehr verzweifelt und äußerte den Wunsch, sie wolle nach Hause zurückkehren.

In einer schwierigen, zweitägigen Reise brachten wir die kleine Familie zurück in ihr Dorf. Dort wurde klar, dass Ruskana und ihre Kinder kein Zuhause hatten und dass Ruksana noch nicht in der Lage war, sich um ihre Kinder zu kümmern. Die Hope-Mitarbeiter waren aufgebracht und wollten sie nicht dort zurück lassen, besonders die Kinder waren ängstlich und wollten nicht dort bleiben. Wir dachten daran, sie zurück nach Kolkata zu bringen, aber die nepalesischen Grenzer erlaubten uns nicht, sie mitzunehmen. Zum Glück fand die Hope Foundation einen Gönner in dem Dorf, der uns versprach uns über die Familie auf dem Laufenden zu halten.

Sie meldeten sich bei uns und inzwischen sind Ruksana und ihre Kinder wieder in unserer Obhut. Die Kinder bereiten sich auf die Schule vor und wir arrangieren eine Berufsausbildung und anschließende Arbeitsvermittlung für Ruksana. Die Familie ist glücklich und zufrieden.

Amit’s Geschichte

Amit besucht die Hope-Kinderkrippe. Er kam als zweijähriger in die Kindertagesstätte, seine Mutter Chaya arbeitete als Dienstmädchen. Amit und seine fünfjährige Schwester lebten in sehr ärmlichen Verhältnissen. Sein Vater arbeitete zwar, allerdings war er alkoholabhängig und gab sein Geld nur für seine Sucht aus, anstatt für seine Familie zu sorgen.

Im Laufe der Zeit und durch das Nutzen von Therapieangeboten, begann Amit sich zu öffnen. Er spielte mit anderen Kindern, wurde aufgeschlossener und wirkte glücklicher.

Dann wurde Amit sehr krank, er hatte eine schwere Infektion. Zunächst wurde er in das Hope Krankenhaus gebracht, musste aber in das Sishu Mangal Krankenhaus überwiesen werden, wo er einen Monat behandelt wurde. Hope bezahlte für seine Behandlung. Amits Mutter Chaya blieb bei ihm im Krankenhaus. Als sich der kleine Junge endlich erholt hatte, hatte Chaya keinen Arbeitsplätz mehr. Die Familie hatte nichts mehr, nicht einmal Geld um Essen zu kaufen.

Mit der Hilfe der Hope Foundation Kolkata, begann Chaya als Putzfrau zu arbeiten und verdiente.600 Rupien pro Monat. Amit konnte in unserer Krippe völlig zur Ruhe kommen. Inzwischen ist auch Amits ältere Schwester in einem unserer Bildungszentren. Sie und Amit haben gelernt, zu zählen, Gedichte aufzusagen und sie genießen gemeinsam mit anderen Kindern täglich viele Aktivitäten.

Subhoda’s Geschichte

Subhoda besucht seit fünf Jahren ein Ausbildungszentrum der Hope Foundation. Heute ist sie ein glückliches, intelligentes, wissbegieriges Mädchen. Sie lernt viel und möchte die Welt sehen.

Ihr Leben war nicht immer so. Als junges Mädchen erlebte sie täglich, wie ihr alkoholkranker Vater ihre Mutter missbrauchte. Er war gegen Subhodas Ausbildung. Ihre Mutter aber schützte und unterstützte Subhoda, indem sie das Mädchen zu ihrer eigenen Mutter schickte.

Bei ihrer Großmutter muss Subhoda viel im Haushalt helfen. Unterstützt durch die Hope Foundation konnte sie eine Ausbildung beginnen, sie bekam Hilfe beim Lernen und therapeutischen Beistand.

Subhoda ist zu einer bemerkenswerten Schülerin geworden. Sie rezitiert, liebt die Kunst und ist trotz der Schwierigkeiten in ihrer Vergangenheit Klassenbeste. Ihre Hoffnung auf eine bessere Zukunft hat sich erfüllt.